Marinekameradschaft Albstadt-Ebingen

Shanty-Festival Ostsee 2011

Reise- und Erlebnisbericht

(hier klicken) Reise- und Erlebnisbericht [1.335 KB]

Ein kleiner Video-Clip von unserer Reise

hier klicken http://www.youtube.com/watch?v=4F2TryRR0e8

ZAK am 02.11.2011

zum vergrössern Bild anklicken

Schwarzwälder Bote

Albstadt An der Ostsee auf Erfolgskurs
Schwarzwälder-Bote, vom 06.11.2011 21:00 Uhr

Auf hoher See und nordischen Bühnen haben die Männer der Marinekameradschaft Werbung für Albstadt gemacht.

Von Beatrix Müller

Albstadt/Kiel. Zum einem Erfolg für sie selbst und für ihre Heimat ist die Reise der Albstädter Marienkameraden in den hohen Norden geworden.

"Eine Nacht auf der Sigandor, denn morgen früh sticht sie in See" – fast korrekt nach dem Text in einem seiner Lieder betörte der neunzehn Mann starke Shantychor der Marinekameradschaft Ebingen beim Shanty-Festival der Internationalen Shanty and Seasong Association (I.S.S.A) in Heiligenhafen und Laboe das Publikum.

Zunächst machten sich die Männer auf den Weg nach Kiel Holtenau zum Tissenkai, wo die "Sigandor", ein 35 Meter langes und 5,5 Meter breites Traditionsschiff mit einem Mast von 28 Metern Höhe, das 1909 gebaut wurde, auf die Albstädter wartete. Die Galeasse mit dem Rigg der Gaffelketsch und einem Rumpf aus Stahl war eine Woche lang das Zuhause der Shantys-Besatzung, mit dem Skipper Rieke Boomgaaden und seinem Steuermann Asche.

Unter dem Kommando des Skippers half die Crew von der Alb, die Segel zu setzen, und stellte sich – für Landratten – erstaunlich gut an, wenngleich der Skipper kommentierte: "Das geht auch schneller!". Die Ebinger nahmen es gelassen und genossen das schöne Gefühl des Segelns und die wundervolle Ruhe.

Die Shantychöre aus den Niederlanden, der Schweiz und Deutschland liefen mit insgesamt elf Traditionsseglern ein, darunter Schiffe mit so klingenden Namen wie "Flying Dutchman" und "Morgenstern". Auf hoher See führte die Reise nach Heiligenhafen – teils mit Motor-, teils mit Windkraft –, wo winkende Menschen am Kai den Mannschaften einen herzlichen Empfang bereiteten.

In der Festhalle Heiligenhafen von I.S.S.A-Präsident Hans Rodax begrüßt, gaben die Albstädter ihr Können zum Besten und waren so gut, dass sich viele Zuhörer nach dem nächsten Termin erkundigten, um wieder dabei sein zu können. Freilich gehört zu einem Aufenthalt an der See auch das Erkunden des Hafens und der Fischstände – beides erkundeten die Albstädter, und viele Einheimische staunten nicht schlecht, dass es soweit im Süden einen Shantychor gibt. Die Sänger machten kräftig Werbung für Albstadt und die Alb, bevor sie ins Ostseebad Laboe weiter fuhren.

Die gute Seele der Kameradschaft, Sänger Jürgen, der für den Verkauf von CDs und Maskottchen zuständig war, meldete am Ende, dass er nur noch ein paar wenige CDs übrig habe – alles Andere sei verkauft. Zurückgelassen haben die Albstädter Shantys begeisterte Fans, die sie gebührend verabschiedeten.

Der Shantychor meldet sich zurück

Nach einer Woche Aufenthalt auf See, auf dem "Luxus-Liner" "SIGANDOR" (Baujahr 1909) sind die 19 Sänger aus Ebingen und Umgebung wohlbehalten, gestresst und mit vielen Erlebnissen im Seesack im Heimathafen eingelaufen. Hier wollen wir Sie zunächst mal mit Pressemitteilung von den Zeitungen vor Ort informieren. Weitere Infos und umfangreiches Bildmaterial gibt es in Kürze auf dieser Seite.

Fehmarnsches Tageblatt>Lokales>
Heiligenhafen>

Maritime Chöre sind Besuchermagnet

Hochstimmung am Hafen beim internationalen Shantyfestival der ISSA / 300 Sänger wirken mit

Maritime Chöre sind Besuchermagnet

HEILIGENHAFEN · Stimmiges Hafenambiente, ein Großaufgebot an wunderschönen Segelschiffen und dazu hervorragende Wetterbedingungen – für den Auftakt des internationalen ISSA-Shantyfestivals in der Warderstadt konnten sich Freunde maritimer Melodien kaum bessere Rahmenbedingungen wünschen. Drei Tage lang steht der Hafenbereich ganz im Zeichen der stimmstarken Seeleute und ihrer Lieder. Durch die große Zahl der Einheimischen und Gäste ist oft kaum ein Durchkommen bis zur Fischhalle möglich, denn alle wollen die Auftritte der 300 Sänger aus zwölf Chören ‚live‘ miterleben.
Große Shantybegeisterung stellten die zahlreichen Heiligenhafener und Gäste der Warderstadt unter Beweis, die dicht gedrängt am Kai stehen, um die einlaufenden Traditionssegler zu begrüßen.



Der Shantychor aus Albstadt-Ebingen läuft mit der "Sigandor" in Heiligenhafen ein.

Klaus Bahn (l.) stellte die Schiffe und Chöre beim Einlaufen vor. Die übrigen Sangesfreunde begrüßten die Crews an Bord.

Noch bevor die stimmstarken Gäste ihren großen Auftritt in der Warderstadt hatten ....

....markierte das Einlaufen der elf Windjammer im Hafen einen Höhepunkt des Shanty-Festivals.

Die Seefahrt ist nicht nur elementarer Bestandteil der Shantymusik ....

.... sondern steckt vielen der Sänger auch in Fleisch und Blut.

Zahllose Heiligenhafener und Gäste säumten das Hafenbecken, als die Segler festmachten.

In der durchgehend vollbesetzten Fischhalle warteten die Shantyfreunde schon sehnsüchtig auf den Beginn der Konzerte.

Bürgermeister Heiko Müller (l.) und ISSA-Präsident Hans Rodax hießen die Anwesenden bei ihrer Begrüßungsrede in der "Shantystadt Heiligenhafen" willkommen.

Derweil boten die am Kai liegenden Schiffe mit ihren schönen Takelagen einen echten Blickfang.

Wahre Menschenmassen ergötzten sich am Anblick der zahlreichen Schiffe im Hafenbecken.

Da trübten auch einige Regentropfen den Enthusiasmus der Shantyliebhaber kein bisschen.

Die singenden Crews der Segler - hier der Shantychor Berlin - wurden von ihrem Publikum gebührend empfangen.

Auch der Shantychor Niebüll konnte es nicht bis zur Bühne aushalten und schmetterte schon "an Bord" die ersten Seemannslieder.

Beim ISSA-Festival geht es nur in eine Richtung: "Volldampf voraus" natürlich.

Auch aus dem benachbarten Ausland kamen die "singenden Botschafter" in die Warderstadt.

So kam auch die "Swiss Shanty Cooperation" lauthals singend in Heiligenhafen an.

Eine Heilgenhafen-Flagge zum Zeichen der guten Partnerschaft ging an die Schiffsführer.

Auch die "Waddenwichter", ein reiner Damenchor aus Pieterburen, zeigte sich in Bestform ....

.... die stimmgewaltigen Niederländerinnen brauchten sich zu keiner Zeit hinter den singenden Seemänner zu verstecken.



Auf dem Hafenkai drängten sich bereits am Montag die Menschen, um den ersten Höhepunkt des Festivals, das Einlaufen der Windjammer mit den Shantychören an Bord, sehen zu können. Die 300 singenden Seeleute wurden mit viel Applaus empfangen, als sie mit Gesang in den Kommunalhafen einliefen. Nach dem Festmachen der Großsegler bot der Hafen eine einmalige maritime Kulisse, wie sie schöner nicht sein kann und so richtig zu einer Seefahrerstadt, wie Heiligenhafen sich bisweilen nennt, passt. Einmalig auch der Blick auf die hohen Masten und die Takelage der Windjammer, die Fernweh, aber auch Begeisterung für die Seefahrt aufkommen ließen. Zu beeindrucken wusste das bunte Bild der deutschen, niederländischen und Schweizer Chöre, die singend an Deck standen und den Menschen an Land zuwinkten. So sah man fast jeden am Kai den Fotoapparat zücken, um das einmalige maritime Spektakel im Heiligenhafener Hafen für alle Zeiten festzuhalten. Dem Tourismus-Service und dem Organisator des internationalen Shantyfestivals der International Shanty and Seasong Association (ISSA) Hans Rodax – unterstützt durch die Küstenfischer Nord – ist es gelungen, wieder eine stimmungsvoll-maritime Veranstaltung nach Heiligenhafen zu bringen.

„Plankenkoorts“ vor dem großen Auftritt

Klaus Bahn vom Shantychor Heiligenhafen hatte als Moderator die Windjammer und „singenden“ Crews im Hafen begrüßt und auch den „Landratten“ die Schiffe vorgestellt. Etwas Lampenfieber – oder wie unsere Nachbarn es nennen „Plankenkoorts“ – hatte Marianne Petri vom Heiligenhafener Shantychor, die ihren Part lange gelernt hatte, um in reinem Niederländisch die Sänger aus dem Nachbarland zu begrüßen und mit anderen Chormitgliedern eine Heiligenhafen-Flagge an die Schiffsführer überreichte. Passend zu dem maritimen Ambiente rollte bei der offiziellen Eröffnung eine wahre Woge mächtiger Stimmen durch die Fischhalle, als alle 300 Mitglieder der Chöre, lautstark unterstützt durch das zahlreich vertretene Publikum, ihre Lieder bis weit über den Hafenbereich hinaus erschallen ließen. ISSA-Vizepräsident Iwe van der Beek ließ es sich zuvor jedoch nicht nehmen, seine niederländischen Landsleute noch einmal auf das Festival in Heiligenhafen einzustimmen. Auch Bürgermeister Heiko Müller und Touristikleiter Oliver Behncke richteten ihre Grüße an die singenden Seeleute und die große Schar der Gäste in der Fischhalle. Auch Hans Rodax hieß die Anwesenden erneut in der „Shantystadt Heiligenhafen“ willkommen und überreichte dem Bürgermeister zum Dank für die Gastfreundschaft eine ISSA-Flagge.

„Wollt Ihr jetzt Shantys hören?“ – „Jaaaa!“

Die Eröffnungsansprachen waren zwar kurz und prägnant, doch nun wollte das Publikum endlich Shantys hören. Und dass diese Musik sowohl über Kultur- und Sprachbarrieren hinweg verbindet, stellten dann die Chöre sogleich gemeinsam unter Beweis, als sie unter großem Jubel nacheinander Shantys in niederländischer, englischer und deutscher Sprache darbrachten. Schon am Vorabend hatte der Shantychor Heiligenhafen mit Chorleiter Torsten Pieper und seiner stimmgewaltigen Mannschaft in Bestform in der Fischhalle mit einem einmaligen Konzert auf das internationale Shantychor-Festival eingestimmt. Überhaupt bot die Fischhalle den richtigen Rahmen für diese maritime Veranstaltung: Hier gaben sich die internationalen Chöre an den zwei Konzerttagen ein Stelldichein mit Nonstop-Konzerten in einem immer voll besetzten Haus.

Shantys bis tief in die Nacht

Bis 23 Uhr feierte ein begeistertes Publikum in der Fischhalle mit den Shantychor Berlin, „Sor Trekzak & zijn Piraten“, dem niederländischen Damenchor „Waddenwichter“, „Shantryo“, „Ol‘ Hands“, den Shantychören aus Niebüll, Albstadt Ebingen, Nordenham, „Hiev Rund“ aus Warendorf, „SSG Stormvogel Steinfurt“ und der „Swiss Shanty Cooperation“ mit dem „Shantychor Aegeri“ aus der Zentralschweiz, dem „Shantypur Bodensee Swiss“ und der „Singing Sailors Crew Romanshorn“.

Die Küstenfischer Nord hatten mit Fischspezialitäten von der Küste für lukullische Leckerbissen gesorgt, die gerne gekauft wurden. Heute laufen die Windjammer gegen 11 Uhr wieder aus. Zur Verabschiedung werden wieder viele See(h)leute am Hafen erwarten, um den Shantychören an Bord zuzuwinken. Der Dank des Tourismus-Service geht an den ISSA-Präsidenten und Organisator dieses bunten Festivals Hans Rodax, erklärte HVB-Geschäftsführer Manfred Wohnrade, der Heiligenhafen als einen Urlaubsort definiert, in dem Tradition und Moderne sich optimal miteinander verbinden. Die Heiligenhafener und ihre Gäste freuen sich auf ein Wiedersehen mit den internationalen Shantychören. · ft/wob

Sturm auf der Ostsee verhinderte Auslaufen der Shantychöre / Nur drei Schiffe trotzten der See

Windjammer kapitulierten vor Neptun

HEILIGENHAFEN · „Wir lieben die Stürme, die brausenden Wogen, der eiskalten Winde rauhes Gesicht...“, sangen die Shantychöre beim Auslaufen am Mittwoch aus dem Kommunalhafen. Dass diese Liebe mitunter an ihre Grenzen stoßen kann, wurde den singenden Seeleuten nur wenig später schmerzlich bewusst – denn schon kurze Zeit nach dem Verlassen des Heiligenhafener Hafens zwang ein Sturm viele der Schiffe zur Umkehr. Wegen des straffen Terminplans der Shanty-Crews begann damit ein Wettlauf gegen die Zeit, denn im Partnerhafen Laboe stand schon das nächste Konzert auf dem Programm.

Die „Flying Dutchman“ führte die Auslaufparade der Shanty-Schiffe an, doch schon nach kurzer Zeit machte der Großteil der singenden Seeleute kehrt und fuhr wieder in den Hafen der Warderstadt ein – Grund für die unfreiwillige „Zugabe“ war ein Sturm auf der Ostsee. Der „fliegende Holländer“ trotzte indes dem Unwetter und kehrte nicht nach Heiligenhafen zurück. ·

Hunderte von Schaulustigen hatten sich am Mittwoch eingefunden, um die Windjammer, die mit internationalen Shantychören zum Festival nach Heiligenhafen gekommen waren, zu verabschieden. Der Präsident der ISSA Hans Rodax hatte sich eine gemeinsame Auslaufparade gewünscht, doch es kam anders.

Zwei Seefrauen, Kapitänin Marielle und Steuerfrau Annele aus Amsterdam haben das Kommando auf der „Flying Dutchman“, sie wollten Auslaufen. Bagenkop auf der dänischen Insel Langeland oder sogar Sonderburg in Dänemark könnten gute Zielhäfen sein, um am Freitag nach Laboe zu kommen, wo ein weiteres Konzert geplant ist. Die „Flying Dutchman“, trotzte mit fünf anderen Schiffen Sturm und Wellen, die bei acht Beaufort vor Heiligenhafen schon drei Meter Höhe erreicht hatten. Drei Windjammer blieben gleich in Heiligenhafen liegen, denn warum sollte man Material und Mannschaft gefährden, war an Bord zu hören.

Auf dem Konzertplan wurde es eng

Die Auslaufparade, an der sieben Schiffe teilnahmen, war erst drei Stunden vorbei, da steuerten vier Segel-Oldtimer wieder den Heiligenhafener Hafen an. Am späten Nachmittag lagen acht Schiffe wieder fest vertäut am Hafenkai. Als der Wind am Morgen abflaute, stachen zwei Windjammer wieder in See. Der Rest lief am Donnerstag mit direktem Kurs auf Kiel aus. „Die Entscheidung, ob ausgelaufen wird und welcher Hafen angesteuert werden soll, liegt ganz allein bei den Schiffsführern“, sagte der Kapitän der „Pegasus“, der es vorzog, noch eine Nacht in Heiligenhafen zu bleiben. So konnten die Heiligenhafener und ihre Gäste noch sich noch einmal über die Seemannslieder freuen, die an Bord gesungen wurden.
zum Segelsetzen – das Unwetter auf hoher See wirbelte den Terminplan der Chöre kräftig durcheinander.

So willkommen den Warderstädtern die unerwartete Ehrenrunde der Chöre war, so problematisch war die wetterbedingte Verzögerung für den weiteren Konzertplan. Dem Präsidenten der ISSA Hans Rodax blieb nur noch das Mobiltelefon, um dafür zu sorgen, dass die Shantychöre am Freitag um 13 Uhr in Laboe auf der Bühne stehen können und ihre Shantys über den Hafen erklingen. „Zur Not müssen wir per Bus anreisen, was aber nicht ganz einfach ist, wenn alle Schiffe in verschiedenen Häfen liegen.“ Doch die Meteorologen versprachen Wetterbesserung. Am Donnerstag legte sich auch der Sturm und machte eine risikofreie Fahrt in die Kieler Förde möglich, wo die niederländischen und deutschen Windjammer heute in Laboe erwartet werden.

Partnerhafen für das nächste Fest gesucht

Touristikleiter Oliver Behncke sprach rückblickend von einem gelungenen Shantychor-Festival, das zu einem guten Zeitpunkt die richtige Zielgruppe angesprochen habe. Über 10 000 Besucher haben das ISSA-Shantychor-Festival besucht. Wie Behncke betonte, werde man sich bemühen, auch im nächsten Jahr diese Veranstaltung wieder nach Heiligenhafen zu holen. Dazu gehöre allerdings ein Partnerhafen, um die Kosten für das maritime Musikfest aufbringen zu können. So musste das Shanty-Spektakel im letzten Jahr ausfallen, da kein entsprechender Mitstreiter „an Bord“ zu holen war. · ft

Shantychöre fuhren in Laboe stilecht vor.








Hier begrüßt der Shantychor Albstadt-Ebingen die Gäste in Laboe stimmgewaltig.

Laboe - „Petrus scheint ein Laboer gewesen zu sein.“ Mit diesen Worten begrüßte die Laboer Bürgermeisterin Karin Nickenig die rund 300 Sängerinnen und Sänger aus 13 Shantychören, die zum ISSA-Shanty-Festival nach Laboe gekommen waren. Die Bürgermeisterin hob damit auf das blendend gut Wetter ab, das die Veranstaltung zum Publikumsmagneten machte. Und gleich der Beginn des Festivals war schon einer der besonderen Höhepunkte.
Wie schon in den beiden Jahren zuvor trafen die Chöre auf Traditionsseglern im Hafen ein - singend und launig begrüßt von Volker Arp (Kurbetrieb) und Hunderten von Zuschauern. Allein die elf Segler-Oldies hätten den Besuch gelohnt, unter ihnen der 49 Meter lange Zweimaster „Morgenstern“. Aber auch die anderen Oldtimer, allesamt zwischen 23 und 39 Meter lang, versprühten eine wohltuend fröhliche maritime Stimmung.

Maritim ging es naturgemäß auch im Festzelt zu, das fast immer voll besetzt war. Kein Wunder, denn die Seemannslieder luden in ihrer Leichtigkeit natürlich zum Mitsingen ein - ganz egal, ob sie nun von den drei niederländischen Chören intoniert wurden, vom Chor aus der Schweiz oder den Sängern aus Deutschland: „Schön ist die Liebe im Hafen...“

Bei aller Fröhlichkeit sprach der Leiter des „Shanty Chores Hansestadt Herfort“, Hans Rodax, auch ein aktuelles Problem an. In seiner Eigenschaft als Präsident der ISSA (International Shanty and Seasong Association) wies er darauf hin, dass Neuauflagen der kombinierten Auftritte von Traditionsseglern und Shantychören in Zukunft einer geplanten EU-Richtlinie zum Opfer fallen könnten. Grund: Die in Arbeit befindliche Richtlinie sieht vor, dass die alten Segelschiffe Standards erfüllen müssen, die nur von modernen Fahrgastschiffen vorgehalten werden können. Rodax: „Es wäre schade, wenn diese wundervollen Schiffe nicht mehr über die Meere fahren dürften.“

Das Festival endete gestern so, wie es begonnen hatte - nur anders herum: Wieder waren es Hunderte von Zuschauern, die dabei waren, als die Segler und Sänger den Laboer Hafen verließen und die Steuermänner demonstrierten, wie sie auf kleinstem Raum ihre großen Schiffe sicher bewegen können.

Sigandor


Galeasse Sigandor

Name: Sigandor
Schiffstyp: Galeasse
Rigg: Gaffelketsch
Werft: Kroese, Hoogezand
Baujahr: 1909
Flagge: Deutschland
Heimathafen: Hamburg, Eckernförde
Homepage: www.sigandor.de

technische Daten
Lüa: 35,00 m
Rumpflänge: 24,00 m
Breite: 5,55 m
Tiefgang: 3,00 m
Segelfläche: 400 m⊃2;
Maschine: Caterpillar 185 PS
Schiffsrumpf: Stahl

Schiffshistorie1909 als Frachtensegler gebaut läuft als Traditionssegler in der dänischen Südsee, Erlebnisfahrten zu idyllischen Inseln und kleinen Hafenstädchen

Anliegen an Bord: Segeln wie in früheren Zeiten, mit Hand anlegen ist erwünscht beim Segel setzen, Ruder gehen, navigieren, kochen und sauber machen

Wer auf der ''Singandor'' segelt, ist Crewmitglied und nicht Passagier. Es wird auf ein bleibendes Gruppenerlebnis unter Seglen hingewirkt.

''Singandor'' besucht Sailveranstaltungen im Ostseeraum

Daten und Historie mit freundlicher Genehmigung von www.tallship-fan.de

Kontakt

Anschrift:

Rieke Boomgaarden
Wohlwillstr. 02
20359 Hamburg
Telefon: 0179 51 60 10 4
Fax: 040 36 03 08 23 18
Email: Sigandor@sigandor.de
Homepage: www.sigandor.de

Unser "schwimmendes Hotel"

ISSA Shanty Festival 2011



ISSA-OSTSEE-SHANTY-FESTIVAL 2011

(Änderungen vorbehalten)

Sonntag, 04.09. Anreise nach Kiel/Holtenau/Tiessenkai
bis 19:00 Uhr An Bord der Traditionssegler - einklarieren

Montag, 05.09. Segeltörn nach Stadt Heiligenhafen
Einlaufen der Traditionssegler im Konvoi mit Begleit- und Begrüßungsschiffen
Begrüßung durch Bürgermeister und Kurdirektor
Konzertauftritte der Shantychöre im Zelt am Hafen
Stadtführungen und Besichtigungen
Soziales Singen der Shantychöre

Dienstag, 06.09. Stadt Heiligenhafen
Konzertauftritte der Shantychöre
Freies Singen in der Stadt
“Open Ship“ und Ausfahrten mit den Traditionsseglern
Stadtführungen und Besichtigungen
Soziales Singen der Shantychöre

Mittwoch, 07.09. Segeltörn
Gemeinsames Auslaufen der Traditionssegler
Freies Manöver für die Shantychöre

Donnerstag, 08.09. Segeltag – Freies Manöver


Freitag, 09.09. Stadt Laboe
Einlaufen der Traditionssegler im Konvoi mit Begleit- und Begrüßungsschiffen
Begrüßung durch Bürgermeister und Geschäftsführerin M. Schäfer
Konzertauftritte der Shantychöre
Stadtführungen und Besichtigungen
Soziales Singen der Shantychöre

Samstag, 10.09. Laboe
Konzertauftritte der Shantychöre
“Open Ship“ und Ausfahrten mit den Traditionsseglern
Führung über die Schiffe mit Erläuterungen
Workshop Shanties im Hotel SIEGFRIEDWERFT
mit Zuschauersingen
Stadtführungen und Besichtigungen
Soziales Singen der Shantychöre

Sonntag, 11.09. Segeln oder motoren nach Kiel-Holtenau/Tiessenkai
Gemeinsames Auslaufen der Traditionssegler nach Kiel-Holtenau

- ausklarieren und Heimfahrt

Datum: 04.09.2011 (11.09.2011)

Ort: OSTSEE

Veranstalter: ISSA-EUROPA